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Angebote 

Unsere Zusammenarbeit beginnt grundsätzlich mit einem Erstgespräch zum Kennenlernen. In diesem ausführlichen Anamnesegespräch werden alle wesentlichen Fragen geklärt und wir besprechen gemeinsam Ziele und Wünsche und den Schwerpunkt der Therapie.

Je nach individuellen Bedürfnissen des Klienten arbeiten wir entweder auf dem Reitplatz oder Bewegungstrail oder unternehmen Ausflüge in die Umgebung.

Eine Einheit dauert in der Regel zwischen 45 und 60 Minuten und beginnt generell mit dem gemeinsamen fertig machen des Pferdes. Dies bietet eine gute Möglichkeit sich mit dem Pferd vertraut zu machen und anzukommen.

Die Reiteinheit wird dann nach den individuellen Bedürfnissen des Klienten gestaltet, wobei Vorlieben, individueller Förderbedarf oder auch Tagesform des Einzelnen entscheidend einfließt.

Der Beziehungsaufbau zum Pferd und der Therapeutin ist eine wichtige Grundlage, um qualitativ gut und konstruktiv arbeiten zu können. Daher sind neben der terminlichen Struktur, das Pferd und die Therapeutin nach Möglichkeit immer gleich. Dies ermöglicht den Teilnehmenden zunehmend Sicherheit im Umgang und in individuellen Teilbereichen Selbstständigkeit zu erlangen.

Eine Vermittlung von Theorie und pferdefreundlichem Umgang steht bei uns zu jeder Zeit im Fokus. Die  Stunden finden nicht immer als reine Reitstunden statt, Theorieeinheiten, Bodenarbeit und Pferdeverwöhnprogramm nehmen auch einen großen Teil ein.

Heilpädagogische Förderung mit dem Pferd

Die Heilpädagogische Förderung mit dem Pferd als eine gezielt pädagogische und ganzheitliche Maßnahme zur günstigen Beeinflussung von Motorik, Wahrnehmung, Lernen, Befinden und Verhalten bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit ihren verschiedensten Beeinträchtigungen, Entwicklungsdefiziten, Verhaltensauffälligkeiten, Wahrnehmungsbeeinträchtigungen und psychischen Erkrankungen bildet unseren Angebotsschwerpunkt.

Dieses Angebot findet als individuelles Setting einmal wöchentlich für 60 - 90 Minuten als Einzel-oder Zweiergruppe statt.

Um einen dauerhaften Erfolg zu gewährleisten ist ein durchschnittlicher Förderzeitraum von zwei Jahren erforderlich.
Eine Finanzierung über das Jugendamt oder andere Kostenträger ist möglich.

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Die Frühförderung bezieht sich speziell auf Kinder bis zur Einschulung, die eine Beeinträchtigung haben, von dieser bedroht sind oder in ihrer Entwicklung verzögert sind.
In der Regel beginnt die Förderung mit drei Jahren, individuell nach der körperlichen Entwicklung.

Förderbereiche sind hierbei unter anderem Wahrnehmung und Motorik, Kommunikation und Sprache / Sprachanbahnung, soziale Kompetenzen stärken, die emotionale Entwicklung begleiten, sowie die Freude an der Bewegung verstärken.

Das Pferd bietet hierbei besondere Möglichkeiten. Es bringt einen hohen Motivationsfaktor mit sich und spricht gleichzeitig alle Sinne an. Das Kind erlebt ein Getragen werden mit dem größtmöglichen Körperkontakt. Das Pferd schafft immer wieder neue Bewegungsanreize, sowie eine ständige Aufforderung zur (nonverbalen) Kommunikation. Ziel ist hierbei eine ganzheitliche, ressourcen-und alltagsorientierte Förderung.


Die Frühförderung findet einmal wöchentlich für ca.30 min im Einzelsetting statt. Das Setting richtet sich hierbei nach den individuellen Bedürfnissen des Kindes und kann vom spielerischen Umgang mit dem Pferd bis zum reinen getragen werden auf dem Pferd reichen.
Die Eltern werden aktiv in die Zielvereinbarungen und -überprüfungen mit einbezogen.

Es handelt sich hierbei um keinen Reitunterricht sondern um eine ganzheitliche Förderung.

Pferdgestützte Frühförderung

Traumatisierte oder lebensgeschichtlich belastete Menschen bedürfen die Unterstützung von Fachkräften, die sie im Umgang und bei der Bewältigung von Erlebtem begleiten. Herkömmliche Methoden der pädagogischen Praxis können belastete Menschen häufig nicht nachhaltig erreichen.
Die pferdgestützte Traumapädagogik richtet sich an Menschen aller Altersklassen (Kinder, Jugendliche, Erwachsene) und wird in Einzel- und Gruppensettings durchgeführt.
Die Traumapädagogik folgt einem interdisziplinären Ansatz. Dieser basiert auf verschiedenen Traditionen der Pädagogik und Psychologie (z.B. Psychotraumatologie, Psychoanalyse, Neuropsychologie und Bindungsforschung), aus denen traumapädagogische Konzepte erarbeitet werden können und konnten.
In der Traumapädagogik spricht man von dem „guten Grund“, der vieles in der Arbeit mit Menschen mit Traumafolgestörungen erklärbar macht. Der „gute Grund“ ist eine Haltung, die ermöglicht, Entwicklungen anzustoßen und Hoffnung zu finden, wo Schreckliches passiert ist.
Die pädagogische Förderung mit dem Pferd unterstützt den Menschen mit Hilfe des Pferdes ganzheitlich in verschiedenen Settings in seiner Entwicklung. Dabei nimmt sie Bezug auf die individuelle Persönlichkeit und die Ressourcen des Menschen und geht somit über einen rein funktionalen Förderansatz hinaus. Der Umgang mit dem Pferd hat einen hohen Aufforderungscharakter und es werden Dimensionen angesprochen, die über andere Konzepte so nicht erreichbar sind. Die Chance für traumatisierte Kinder, Jugendliche und Erwachsene besteht insbesondere im Erleben des Bewegungsdialogs auf dem Pferd, dem Erfahren der eigenen Ressourcen und Grenzen sowie der eigenen Wirksamkeit.
Das Medium Pferd macht durch seine Reaktionen bewusste und unbewusste Prozesse sichtbar, die dadurch wiederum ansprechbar werden. Im Kontakt mit dem Pferd werden Verhaltensweisen deutlich und erklärbar. Über das Pferd lassen sich zudem Lebensstrategien erfahren und Muster erkennen, wodurch traumatisierte und lebensgeschichtlich belastete Menschen auf ihrem Weg zur Selbstbemächtigung unterstützt werden.
Quelle: Deutsches Kuratorium für therapeutisches Reiten (DKthR)

​Pferdgestützte Traumapädagogik

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